Zu Fuß von Salerno nach Sorrent durch felsiges Gelände oberhalb der Zitronengärten der Amalfiküste



Wen die Sehnsucht in den mediterranen Süden zieht, vor allem nach Italien, dem kommt sofort Goethes Italienreise in den Sinn. Seine Vorstellung von einem Leben in Genuss und Freiheit, ohne Konventionen, aber mit dem Klassik-Ideal suchte er im fernen Süden, dort wo die Griechen der Antike mit Kolonien ihre Vorstellungen von der Welt ins Zentrum Europas rückten.

Ob der Spruch „nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen“ vom großen Dichter stammt, ist nicht schriftlich belegt. Das spielt für uns jedoch keine Rolle. Endlich, nach über 2 Jahren Corona-Abstinenz, trieb es uns im April 2022 wieder in eine Bergregion am Mittelmeer. Und wir stellten erneut fest: das Licht, das die Landschaft des Südens durchflutet, kombiniert mit Vorstellungen aus der Antike, dem Genuss abwechslungsreicher, handwerklich guter, regionaler Küche, erfährt man in seiner Reinheit und Güte wirklich nur, wenn man eine Region langsam, Schritt für Schritt, mit allen Sinnen erobert. So entdeckten wir wieder eine Reihe uns unbekannter Kleinode.

Die Jahreszeit wählten wir eventuell nicht optimal. Drei Tage lang beeinträchtigten Ende April Wolken, Nebel und Regen unsere Sicht. Wir mussten auf kurze Entfernungen fokussieren. Manchmal sah es so aus, als ob hinter jedem Strauch, Fels oder Busch ein Erdgeist oder Gnom hervorspringen wollte. Aber als sich die feuchtkalte Trübung der Atmosphäre verzogen hatte, erstrahlte das ganze Land in der Sonne wie erwartet. Wir meinen, nirgendwo lässt sich dieses Licht besser erleben, als mit dem Blick von hohen Bergen über das Meer zum fernen Horizont.

Wenn sich dann die Felsen steil aus dem Meer auftürmen und diese mit ihren in die See mündenden Schluchten malerischen Orten Deckung bieten, ist es eine Freude zu entdecken, dass der Mensch in der Lage ist, auf engem Raum seinen Lebensunterhalt zu gestalten. Dort, wo es die Berge zulassen, liefern auch im 21. Jahrhundert Felder und Gärten auf Terrassen noch wertvolle Lebensmittel. An der Küste Amalfis dominiert allerdings eine Frucht den Gartenbau: die Zitrone, in einer Vielzahl von edlen Züchtungen. Aber es blieb nicht aus – es ist in der Moderne wohl unverzichtbar – einige schmucke Häuser wurden in Hotels umgebaut, sodass der Tourist diese in der ganzen Welt bekannt gewordene Ecke Italiens erforschen kann. Mit allen Konsequenzen, wenn viele in der Hauptsaison die engen Gässchen durchströmen. Wir hoffen, dass die lokale Bevölkerung die Menge der Gäste mit südländischem Geschick weiterhin gut steuern kann, sodass die schöne Natur und die antiken Zeugnisse noch lange vom nahen ruhenden Vesuv beobachtet werden können.

Die Referenten führen mit ihrer Präsentation anhand von akustisch untermalten Bildern durch diese schöne Region südlich von Neapel. Ergänzt wird der Vortrag mit Daten zur Etappenführung.




1 Abend, 18.04.2023
Dienstag, 19:30 - 22:00 Uhr,
1 Termin(e)
ZeitOrt
Di18.04.2023
19:30 - 22:00 Uhr
Kleiner Kursaal Bad Tölz, EG, Vichyplatz 1, 83646 Bad Tölz
Armin Pirkenseer
R2308
Abendkasse 9,50 € (ermäßigt 9,00 €)

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Di 07.02.23
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